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Wie umweltfreundlich sind Holzpelletheizungen?
Gibt es in Deutschland genug Holz zum Heizen?
Verursachen Holzpelletheizungen Feinstaub?
Was kostet eine Holzpelletheizung?
Was kosten Holzpellets?
Ist mein Haus für eine Holzpelletheizung geeignet?
Wie funktioniert eine Holzpelletheizung?
Welchen Wärmebedarf kann eine Holzpelletheizung abdecken?
Was sind Holzpellets?
Wie umweltfreundlich sind Holzpelletheizungen?
Der Brennstoff Holz ist im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas CO2-neutral. Das bedeutet, dass bei der Verbrennung von Holzpellets nur die Menge CO2 freigesetzt wird, die der Baum zuvor beim Wachsen aufgenommen hat. Es handelt sich damit um einen geschlossenen Kohlenstoffkreislauf. Bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wird dagegen Kohlendioxid freigesetzt, das seit Millionen von Jahren gespeichert ist. Diese Freisetzung führt zu einer Erhöhung des CO2-Gehaltes in unserer Atmosphäre und ist maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich.
In einem Einfamilienhaus kann beispielsweise durch das Umstellen von einer Heizöl- auf eine Holzpelletheizung der jährliche CO2-Ausstoß um rund 5 Tonnen reduziert werden (bzw. um 2,5 Tonnen bei Austausch einer Erdgasheizung).
Neben einer Verringerung des CO2-Ausstoßes kommt es bei der Verbrennung von Holzpellets auch zu einem geringeren Ausstoß von Schwefeldioxid, das zur Bildung von saurem Regen und damit zum Waldsterben beiträgt.
Die Gefahr von Explosionen, Bränden und Grundwasserverunreinigungen bei Lagerung und Transport ist im Vergleich zu den fossilen Energieträgern deutlich geringer bzw. nicht gegeben.
Weitere Informationen:
Ökologische Vorteile von Holzpelletheizungen
Gibt es in Deutschland genug Holz zum Heizen?
In Deutschland steht für den weiteren Ausbau der Wärme- und Stromversorgung ausreichend Holz zur Verfügung, ohne dass der Baumbestand gefährdet ist oder Holz importiert werden muss. Seit mehr als 200 Jahren wird in Deutschland der Wald nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit bewirtschaftet, d.h. es wird maximal soviel Holz genutzt wie Holz nachwächst. In Deutschland liegt der Holzzuwachs bei 12 m³ pro ha und Jahr. Gegenwärtig wird allerdings nur die Hälfte des Zuwachses an Holz genutzt. Deutschland liegt bei den Holzvorräten heute selbst vor den klassischen skandinavischen Waldländern.
Aus Gründen der Energieeffizienz ist die Nutzung von Holz in Kaskaden sinnvoll, d.h. die energetische Nutzung folgt auf eine vorherige stoffliche Nutzung. So wird für Holzpellets fast ausschließlich Industrierestholz genutzt, das als Sägemehl und Sägespäne z.B. bei der Herstellung von Baustoffen und Möbeln anfällt.
Resthölzer wie Späne und Hackschnitzel, die in den Sägewerken anfallen, sind in Deutschland bei einer Rundholznutzung von 70 Mio. m³ in so großen Mengen verfügbar, dass der Holzpelletverbrauch des Jahres 2008 (100.000 Holzpelletheizungen) verzehnfacht werden könnte.
Für Holzenergie wurden in Deutschland 2007 insgesamt rund 52 Mio. m³ Holz verbraucht. Davon nutzten Heizkraftwerke rund 27 Mio. m³ (Holzhackschnitzel, Holzreste). 24 Mio. m³ wurden in privaten Holzheizungen genutzt (Stückholz, Holzhackschnitzel, Holzbriketts). Nur ca. 1 Mio. m³ Holz wurden für die Herstellung von Holzpellets genutzt.
Bedeutender als die energetische Nutzung ist allerdings der Einsatz von Holz für die stoffliche Nutzung, z.B. als Baumaterial oder als Zellstoff für die Papierindustrie. Für den Ausbau der Holzenergienutzung stehen dennoch ausreichende Holzmengen bereit.
Weitere Informationen:
Pellets-Energie, die nachwächst
Verursachen Holzpelletheizungen Feinstaub?
Bei Holzpelletheizungen werden Brennstoffmenge und Verbrennungsvorgang computergesteuert exakt aufeinander abgestimmt und kontrolliert. Der Brennraum bleibt ständig geschlossen. Durch die gleichmäßige, ungestörte Verbrennung werden niedrige Emissionen und hohe Wirkungsgrade von bis zu 95 % erreicht. Holzpellets sind als Brennstoff normiert und garantieren eine gleichbleibende Zusammensetzung und Qualität.
Die Bundesimissionsschutz-Verordnung sieht für Heizkessel ab 2015 eine Absenkung des Feinstaub-Grenzwerts auf 20 Milligramm pro Kubikmeter Luft vor. Schon heute wird dieser Grenzwert von marktüblichen Holzpelletheizungen unterboten. Der Einsatz von Filtern ist nicht nötig. Aufgrund ihrer Energieeffizienz und Schadstoffarmut erhalten immer mehr Pelletöfen den „Blauen Engel“, das Umweltsiegel für ökologisch geprüfte Erzeugnisse.
Aus allen ca. 100.000 deutschen Holzpelletheizungen werden jährlich insgesamt nur etwa 100 Tonnen Feinstaub emittiert. Das entspricht 0,05 % aller in Deutschland ausgestoßenen Feinstäube.
Problematischer sind beim Heizen mit Holz ältere Scheitholzöfen und Kamine. Diese unterliegen keinen Grenzwerten und Abgaskontrollen und können bei falscher Handhabung (z.B. Nutzung von nassem Holz oder schlechte Lüftungsregelung) eine höhere Feinstaubbelastung verursachen. Deswegen ist der Austausch alter Holzöfen durch moderne Holzpelletheizungen der optimale Weg, sowohl Feinstaubemissionen zu reduzieren als auch den Brennstoff Holz effizienter zu nutzen.
Weitere Informationen:
Sind Holzpellet-Heizungen Dreckschleudern mit Feinstaubproblem?
Der Blaue Engel – Holzpelletheizkessel
Der Blaue Engel – Holzpelletöfen
Was kostet eine Holzpelletheizung?
Eine Holzpellet-Zentralheizung zur Bereitstellung von Warmwasser und Raumwärme eines durchschnittlichen Einfamilienhauses (Altbau, 12 kW Heizlast) ist einschließlich Speicher, Lager und Montage zu Kosten von zwischen 10.000 bis 15.000 Euro erhältlich. Holzpelletkessel in diesem Leistungsbereich kosten zwischen ca. 6.000 bis 8.000 Euro. Pufferspeicher können mit ca. 1.000 bis 2.000 Euro Kosten veranschlagt werden. Für das Pelletlager können zwischen 2.000 bis 4.000 Euro berechnet werden. Hinzu kommen möglicherweise zusätzliche Kosten für Abgasleitung und die hausinterne Wärmeverteilung sowie für die Montage.
Kleinere Holzpelletöfen, die Gebäude mit besonders niedrigem Wärmebedarf oder nur einzelne Räume beheizen, sind bereits zu Kosten ab 2.000 bis 4.000 Euro erhältlich. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe sowie das Verbraucherportal www.ecotopten.de des Öko-Instituts bieten eine detaillierte Produkt- und Preisübersicht von Holzpelletheizungen. Das Fachmagazin „pellets“ bietet ein Branchenverzeichnis mit Kontaktadressen.
Die Bundesregierung unterstützt die Anschaffung von Holzpelletheizungen über das Marktanreizprogramm (MAP). Die Förderung beträgt 36 Euro je Kilowatt (kW) Nennwärmeleistung. Die Förderung beträgt jedoch mindestens 1.000 Euro für Holzpelletöfen mit Wassertasche, 2.000 Euro bei Holzpelletkesseln und 2.500 Euro für Pelletkessel mit neu errichtetem Pufferspeicher mit einem Mindestspeichervolumen von 30 Liter je kW. In gut gedämmten Gebäuden kann sich die Förderung verdoppeln.
(Quellen: Wärmekostenvergleiche IER Stuttgart, IE Leipzig, ecotopten/Öko-Institut Freiburg)
Weitere Informationen:
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe: Marktübersicht Pellet-Zentralheizungen und Pelletöfen
ecotopten-Marktübersicht Holzpelletheizungen
Installationsbetriebe, Anbieter von Kesseln und Öfen und Holzpelletlieferanten
Was kosten Holzpellets?
Die Anschaffungskosten für eine Holzpelletheizung liegen über den Kosten vergleichbarer konventioneller Heizsysteme (z.B. Erdöl- oder Erdgas-Kessel). Durch die niedrigen Kosten des Brennstoffs Holzpellets sind sie allerdings längst wirtschaftlich. Unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten und der steigenden Brennstoffkosten verursacht eine Holzpelletheizung über einen Zeitraum von 20 Jahren insgesamt rund 50.000 Euro Gesamtkosten, während eine alte Erdgasheizung mit 125.000 Euro und eine Ölheizung mit bis zu 200.000 Euro zu Buche schlägt.
Der Preis für eine Tonne Holzpellets lag im Jahr 2008 zwischen 173 Euro und 218 Euro. Ein Kilogramm Holzpellets hat einen Energiegehalt von ca. 5 Kilowattstunden (kWh), d.h. zwei Kilogramm Holzpellets entsprechen dem Energiegehalt von einem Liter Heizöl (10 kWh).
Bei einem durchschnittlichen Wärmebedarf eines Einfamilienhauses (22.500 kWh/Jahr) reichen ca. 4,5 Tonnen Holzpellets. Bei einem Preis von 190 Euro je Tonne Holzpellets belaufen sich die Brennstoffkosten auf 855 Euro. Eine Ölheizung würde mit einem Verbrauch von ca. 2.250 Litern Heizöl dagegen Brennstoffkosten von ca. 1.460 Euro verursachen.
Flächendeckend gibt es eine Vielzahl von Anbietern. Die Holzpelletpreise liegen in den Sommermonaten meistens deutlich niedriger als in der Heizperiode. Auch über eine Sammelbestellung größerer Mengen lassen sich weitere Einsparungen erzielen. Für Holzpellets gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 %.
Weitere Informationen:
Grafik „Gesamtkostenvergleich: Erneuerbare Wärme vs. konventionelle Heizung“
Nach obenIst mein Haus für eine Holzpelletheizung geeignet?
Holzpelletheizungen können sowohl einzelne Räume, Ein- und Mehrfamilienhäuser, größere Gebäudekomplexe oder Nahwärmenetze beheizen. Die Nennleistung des Holzpelletkessels muss dem Wärmebedarf des jeweiligen Gebäudes angepasst sein.
Kleinere Holzpelletöfen können in einem Wohnraum aufgestellt werden. Vollautomatische Holzpelletheizungen, die ein gesamtes Gebäude zentral beheizen sollen, werden üblicherweise in dessen Heizungsraum installiert. Hinzu kommt der Platzbedarf für ein Holzpellet-Lager und eventuell für einen Pufferspeicher.
Das Holzpellet-Lager sollte die jährlich benötigte Menge Holzpellets aufnehmen können. Bei einem durchschnittlichen Wärmebedarf eines Einfamilienhauses (22.500 kWh/Jahr) reichen ca. 4,5 Tonnen Holzpellets. Im Lager müssen die Holzpellets vor allem trocken und staubdicht gelagert werden können. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Holzpellets zu lagern:
-individueller Lagerraum (Bunkerlager), z.B. in einem dafür angelegten Kellerraum
In den meisten Bundesländern können bis zu 15 t Holzpellets ohne Auflagen oder zusätzliche Branschutzmaßnahmen gelagert werden. Der Lagerraum sollte möglichst länglich-rechteckig sein, um die Entleerung zu vereinfachen.
- Lagerbehälter aus Metall, Kunststoff oder Stoffgewebe, die sowohl im Haus als auch außerhalb des Hauses aufgestellt werden können, z.B. in Garage oder Carport, bei fehlendem Platz oder feuchten Kellerräumen
- unterirdisches Lager außerhalb des Hauses
Wenn ein Kellerraum als Lagerraum dient, sollte er möglichst an eine Außenmauer grenzen. Größere Mengen von Holzpellets werden üblicherweise mit Tanklastern zum Verbraucher geliefert. Da die Pumpschläuche maximal 25 – 30 Meter lang sind, darf sich das Lager nicht zu weit von einem Platz befinden, den ein Lkw befahren kann. Beim Befüllen des Lagers wird ein Absauggebläse des Tanklasters angeschlossen, um Staubentwicklung zu vermeiden. Dafür sollte sich in der Nähe ein Starkstromanschluss (230 Volt, 10 Ampere) befinden. Im Lagerraum selbst dürfen sich aus Gründen des Brandschutzes allerdings keine Elektroinstallationen wie Lichtschalter oder Steckdosen befinden.
Ein Lagerraum sollte möglichst neben dem Heizraum liegen. Dann kann eine Förderschnecke die Holzpellets direkt vom Lager zum Kessel befördern. Alternativ lassen sich auch größere Distanzen (bis zu ca. 20 Meter) zwischen Lager und Kessel mit einem Saugsystem überbrücken.
Als Faustregel für die Berechnung des benötigten Lagerraumvolumens gilt:
1 kW Heizlast = 0,9 m³ Lagerraum (inkl. Leerraum)
Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus, 15 kW Heizlast
15 kW * 0,9 m³ | = 13,5 m³ erforderliches Lagerraumvolumen (inklusive Leerraum) |
13,5 m³ : 2,4 m Raumhöhe | = 5,6 m² Grundfläche (entspricht einem Lagerraum mit einer Grundfläche von ca. 2 m Breite * 2,8 m Tiefe) |
Nur zwei Drittel des Lagerraumvolumens können tatsächlich zur Lagerung genutzt werden. | |
13,5 m³ Lagerraumvolumen * 0,66 | = 9 m³ Lagervolumen |
Ein Kubikmeter entspricht einer Menge von ca. 650 kg Holzpellets. | |
9 m³ Lagervolumen * 650 kg | = 5,85 t Holzpellets (= 29.250 kWh Energiegehalt) |
Bis zu 15 t Holzpellets können auch in einem Lagerbehälter direkt im Heizraum gelagert werden, wenn der Holzpelletkessel über nicht mehr als 50 kW Nennleistung verfügt und ein Mindestabstand von einem Meter zum Kessel eingehalten wird.
Der Heizraum sollte an die Außenmauer des Gebäudes angrenzen, um eine direkte Belüftung möglich zu machen. Ansonsten muss durch ein zusätzliches Lüftungsrohr zur Außenmauer für die notwendige Luftversorgung gesorgt werden.
Weitere Informationen:
Empfehlungen zur Lagerung von Holzpellets
Marktübersicht Pellet-Zentralheizungen und Pelletöfen
Nach obenWie funktioniert eine Holzpelletheizung?
Eine Holzpelletheizung verbrennt Holzpellets zum Bereitstellen von Raumwärme und zur Warmwasserbereitung. Holzpelletheizungen bestehen aus einem Lagerraum oder –behälter, aus dem Holzpelletkessel, in dem die Holzpellets verbrannt werden, sowie eventuell aus einem Pufferspeicher, der mit Wasser befüllt ist.
Bei vollautomatischen Anlagen transportiert eine Förderschnecke oder ein Saugsystem die Holzpellets je nach Bedarf vom Lager zum Kessel. In dessen Verbrennungsraum werden die Holzpellets elektrisch gezündet. Bei Temperaturen von 150 – 240°C entweichen die brennbaren Gase dem Holz. Die Nennleistung des Kessels bzw. die gewünschte Raumtemperatur bestimmen, welche Menge von Holzpellets jeweils im Kessel verbrannt wird. Bei hochwertigen Anlagen steuert eine digital-elektronische Überwachung das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Pelletsmenge und Betriebstemperatur. Durch einen exakt aufeinander abgestimmten Verbrennungsvorgang können geringe Emissionen und hohe Wirkungsgrade von bis zu 95 % erreicht werden. Nach der Verbrennung bleibt nur wenig Asche übrig, die etwa 0,5 % des ursprünglichen Gewichts der Holzpellets ausmacht. Der Aschebehälter muss nur alle 6 bis 12 Monate geleert werden. Die Asche kann über den Hausmüll entsorgt werden oder als Dünger im Garten genutzt werden.
Die Koppelung des Holzpelletkessels mit einem Pufferspeicher ist sinnvoll, da weniger Brennerstarts notwenig sind und der Kessel ausschließlich im Volllastbetrieb laufen kann. Dies erhöht den Wirkungsgrad und reduziert die Emissionen der Verbrennung. Gerade für Gebäude mit einem niedrigen Wärmebedarf ist der Einbau eines Pufferspeichers sehr empfehlenswert.
Kleinere Holzpelletöfen, die Gebäude mit besonders niedrigem Wärmebedarf oder nur einzelne Räume beheizen, können sowohl manuell als auch automatisch mit Holzpellets beschickt werden. Hier kann möglicherweise auch auf separate Lagerräume oder –behälter verzichtet werden.
In Bezug auf ihren Bedienkomfort kann die Holzpelletheizung ohne weiteres mit einer herkömmlichen Ölheizung konkurrieren. Holzpelletheizungen unterstützen ideal eine Solaranlage und machen damit eine ausschließliche Wärmeversorgung mit Erneuerbaren Energien noch leichter.
Weitere Informationen:
Heizen mit Holz. Technik, Brennstoffe, Förderung
Nach obenWelchen Wärmebedarf kann eine Holzpelletheizung abdecken?
Holzpelletheizungen können den Wärmebedarf sowohl einzelner Räume, von Ein- und Mehrfamilienhäuser als auch größeren Gebäudekomplexen oder Nahwärmenetzen decken.
Holzpelletkessel, die Zentralheizungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser oder größere Gebäudekomplexe befeuern, werden überwiegend im Bereich von 8 bis 50 kW Nennleistung angeboten. Aber auch Holzpelletkessel im Bereich bis 100 kW Nennleistung sind auf dem Markt vertreten. Holzpellet-Einzelöfen verfügen dagegen überwiegend über eine Nennleistung von 5 bis 15 kW und werden hauptsächlich zur Beheizung einzelner Wohnräume oder in Kombination mit anderen Heizsystemen wie zum Beispiel einer Solaranlage eingesetzt. Holzpellet-Einzelöfen werden wie Kaminöfen z.B. in einem Wohnraum aufgestellt. Die Einzelöfen müssen in regelmäßigen Abständen von Hand befüllt werden. Der Vorratsbehälter von Einzelöfen ist so ausgelegt, dass der Vorrat je nach Wärmebedarf für 24 bis 100 Stunden ausreicht.
Wichtig ist bei Holzpellet-Zentralheizungen die angemessene Dimensionierung eines Pufferspeichers. Gerade für Gebäude mit einem niedrigen Wärmebedarf ist der Einbau eines Pufferspeichers sehr empfehlenswert, da weniger Brennerstarts notwenig sind und der Kessel ausschließlich im Volllastbetrieb laufen kann. Dies erhöht den Wirkungsgrad und reduziert die Emissionen der Verbrennung.
Marktübersicht Pellet-Zentralheizungen und Pelletöfen
Was sind Holzpellets?
Holzpellets sind genormte, ca. 4-10 mm dünne, 2 bis 5 cm lange Holzpresslinge in Zylinderform. Das Ausgangsmaterial von Holzpellets ist fast ausschließlich getrocknetes Industrierestholz aus Sägewerken, d.h. naturbelassenes Sägemehl und Sägespäne. Holzpellets werden ohne chemische Bindemittel gepresst. Als Klebstoff dient das natürliche Lignin (Harz), das im Holz enthalten ist.
Der Energiegehalt von Holzpellets liegt bei 5 Kilowattstunden (kWh) je Kilogramm. Ein Kubikmeter entspricht einer Menge von ca. 650 kg Holzpellets. Für Holzpellets gilt in Deutschland die DINplus-Norm von 2002, die auf der älteren Norm DIN 51731 und der österreichischen ÖNORM M 7135 aufbaut.
Qualitätsmerkmale für Holzpellets nach DINplus | |
Heizwert (Energiegehalt) | 5 kWh/kg |
Durchmesser | 4 – 10 mm (in der Regel 6 mm) |
Länge | ≤ 5-facher Durchmesser |
Wassergehalt | ≤ 10 % |
Rohdichte | ≥ 1,12 kg/dm³ |
Aschegehalt | ≤ 0,5 % |
Abrieb | ≤ 2,3 % |
Presshilfsmittel | ≤ 2 % |
Schwefelgehalt | ≤ 0,04 % |
Stickstoffgehalt | ≤ 0,3 % |
Chlorgehalt | ≤ 0,02 % |
Grafik „Die Herstellung von Holzpellets“ hier anschauen.
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