Sie haben keinen Flash Player installiert oder die Version Ihres Flash Players ist nicht aktuell.
Ich bin Betreiber einer Biogasanlage und hätte noch Wärme abzugeben, z.B. per Nahwärmeleitung an meinen Nachbar. Gibt es Zuschüsse für die Wärmerohre?
Gibt es noch eine Förderung zum Austausch der Nachtspeicheröfen?
Unser Wohnhaus (150 m2 Dachfläche nach Süden) und seine Gas-Zentralheizung sind 18 Jahre alt. Welche Fördermittel gibt es für eine Solarthermieanlage und ist diese mit einer Erdwärmepumpe kombinierbar?
Macht es Sinn, eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe mit heizungsunterstützender Solaranlage im Neubau zu betreiben?
Ich vermiete Werkstatträume (Gewerbeflächen) und beabsichtige den Heizkessel auszutauschen. Gibt es für diese Maßnahme Fördermittel?
Ich baue einen Passivhaus. Welche Heizungsreglungssysteme gibt es beim Heizen über die Be- und Entlüftung?
Wir möchten einen Altbau sanieren und mit einer Luft-Wärmepumpe ausstatten. Hierzu haben wir einige Fragen.
Ich möchte mir eine Immobilie zulegen, die eine Elektro-Fussbodenheizung hat. Würde sich hier ein Solar-Umbau für die Stromversorgung lohnen oder sollte eine komplett neue Heizung verbaut werden?
Ich betreibe seit 3 Jahren eine Grundwasserwärmepumpe. Ein Nachbar, ca. 100 m entfernt, plant eine ähnliche Anlage. Die Stömungsrichtung seines geplanten Schluckbrunnens verläuft in Richtung meines Saugbrunnens. Kann meine Anlage beeinträchtigt werde
Mir liegt ein Angebot über eine Wasser/Solar-Wärmepumpe mit Bohrung vor. Aufgrund eines großes Schadens (Erdabsackung) möchte ich mehr Infos über die neue Firma im Voraus (Zertifizierung; meinem Boden angepasstes Bohrverfahren). Wo finde ich Rat?
Zur Zeit heizen wir mit einer Zentralheizung mit Erdgas unser gesamtes Weingut (Wohnhaus 300 m2, Weinprobierstube 150 m2). Auch der Weinkeller wird elektrisch beheizt und gekühlt. Ich möchte auf Wärmepumpen umstellen und alle Anlagen kombinieren.
Mit welchen Kosten ist zu rechnen beim Umbau einer Ölheizung in eine Holz-Pelletheizung? Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Ich plane ein Neubau mit 150m2 und beabsichtige eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit einem WRG von 96%. Um wieviel kW geringer kann ich den Heizkessel auslegen? Wie ist der Effekt auf die Primärenergie - ich will ein Energieeffizienzhaus 55 bauen?
Wo finde ich eine wirklich neutrale, kompetente Stelle, die mir für mein konkretes Haus die best geeignetste erneuerbare Energiequelle herausfindet?
Ich beabsichtige die Anschaffung eines Einfamilienhauses Baujahr 1965 und möchte die 14 Jahre alte Ölheizung gegen eine moderne Heizung auszutauschen. Mein Installateur hat mir zu einem Gas-Brennwertkessel geraten. Ist eine Wärmepumpe eine Alternative?
Ab 2010 müssen bei Kesseltausch 10 % Erneuerbare Energien eingesetzt werden. Wie ist der Wortlaut des Gesetzes? Wie werden bereits getätigte Investitionen in Wand- und Dachisolierung angerechnet?
Meine Dachflächen zeigen nach Osten und nach Westen. Welche Fläche eignet sich am besten für eine Solarthermieanlage mit Heizungsunterstüzung kombiniert mit einer Pelletsheizung?
Es gibt preiswerte und wirksame Massnahmen zur Primärenergieeinsparung gerade bei Altanlagen, die gut 10 % Ersparnis bringen! Warum wird darauf nicht stärker hingewiesen, sondern auf teurere Sekundärmassnahmen wie z.B. Dämmung?
Ich möchte mir in Flensburg ein Haus kaufen. Dieses Haus ist an die Fernwärme angeschlossen. Gibt es eine bessere/günstigere Alternative?
Wie lange hält eine Heizungsanlage?
Was muss ich beim Neubau beachten, wenn ich Erneuerbare Energien zum Heizen einsetzen möchte?
Wo erhalte ich Beratung zur Nutzung Erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung in meinem Haus?
Welche Förderung erhalten Erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung?
Warum kann ich die alte konventionelle Heizanlage nicht einfach gegen eine Wärmepumpe ersetzen?
Ich bin Betreiber einer Biogasanlage und hätte noch Wärme abzugeben, z.B. per Nahwärmeleitung an meinen Nachbar. Gibt es Zuschüsse für die Wärmerohre?
Für das geplante Wärmenetz bieten sich die Kreditprogramme 271 bzw. 281 der staatlichen Förderbank KfW an. Für Ihr aus Erneuerbaren Energien gespeistes Wärmenetz muss im Mittel über das gesamte Netz ein Mindestwärmeabsatz von 500 kWh pro Jahr und Meter Trasse nachgewiesen werden. Hätte Ihr Nachbar einen Verbrauch von 50.000 kWh (entspricht ca. 5.000 Litern Heizöl) pro Jahr, dürfte die Wärmeleitung maximal 100 m lang werden.
Aktuell gibt die KfW für natürlich Personen einen effektiven Zinssatz ab 2,36 % bei 5-jähriger Laufzeit bis 3,23 % bei 20-jähriger Laufzeit mit 10-jähriger Zinsbindung an. Für Kleinunternehmen (KU) gilt ein Risikoklassen-Zinssatzsystem, so dass hier die Zinssätze nicht nur von der Laufzeit bestimmt werden: 1,99% bis 5,87 % werden im Konditionen-Anzeiger der KfW aufgeführt. Die Risikoklasse ermittelt die von Ihnen beauftragte Bank, etwa Ihre Hausbank.
Zusätzlich erhalten Sie Zuschüsse von 60 Euro je neu errichtetem Meter Trassenlänge im Rahmen einer erstmaligen Erschließung, sowie u. U. auch 1.800 Euro für die Hausübergabestation.
Der Antrag ist vor Vorhabenbeginn zu stellen. Es sind verschiedene Formulare auszufüllen. Unten sind einige relevante Auszüge aus dem „Merkblatt - Investitionskredite für Maßnahmen zur Nutzung Erneuerbarer Energien“ der KfW (www.kfw-mittelstandsbank.de/DE_Home/Service/Kreditantrag_und_Formulare/Merkblaetter/KfW-Programm_Erneuerbare_Energien_270_271_272_281_282.jsp) aufgeführt. Dort finden Sie unten auch Links zu den entsprechenden Formularen und oben rechts zu den Zinssätzen.
Sollte eine Erdgasleitung in der Nähe liegen und die Biogasmenge eine Investition in die (noch sehr teure) Aufbereitungstechnologie lohnen, dann könnte unter Umständen eine Einspeisung von zu Erdgas aufbereitetem Biogas eine Alternative sein.
Vielleicht ist es hilfreich, sich bei der Antragstellung von Ihrem Bank- oder Finanzierungsberater unterstützen zu lassen. Die regionale Bioenergieberatung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) kann möglicherweise weitere Fragen hinsichtlich einer effizienten Wärmenutzung mit Ihnen klären: www.bioenergie-portal.info.
Nach obenGibt es noch eine Förderung zum Austausch der Nachtspeicheröfen?
Sie erhalten 200 Euro pro abgebautem elektrischen Nachtspeicherofen, wenn Sie Ihre Heizanlage erneuern. Diese Heizanlage kann unter Einhaltung der Förderbedingungen auch gefördert werden:
- Beim BAFA (www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/publikationen/energie_ee_uebersicht_basis_und_bonusfoerderung.pdf) werden effiziente Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen, gefördert. Der Antrag kann bis zu 6 Monate nach Errichtung gestellt werden.
- Bei der KfW (www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Service/KfW-Formul26/Merkblaetter/Bauen_Wohnen_Energie_sparen/Energieeffizient_Sanieren_-_Kredit/Anlage_technische_Mindestanforderungen_Energieeffizient_Sanieren.jsp) werden u.a. Brennwertkessel zusammen mit effizienten Heizungsumwälzpumpen gefördert. Der Antrag auf Förderung ist vor Beginn der Maßnahmen zu stellen und zu genehmigen.
Nach obenUnser Wohnhaus (150 m2 Dachfläche nach Süden) und seine Gas-Zentralheizung sind 18 Jahre alt. Welche Fördermittel gibt es für eine Solarthermieanlage und ist diese mit einer Erdwärmepumpe kombinierbar?
Antwort: Zur energetischen Sanierung bietet die KfW-Förderbank zahlreiche Förderprogramme an. Vom BAFA, gibt es auch unterschiedliche Fördermöglichkeiten, die mit den Förderungen der KfW vereinbar sind. Hinweise zu den Förderprogrammen finden Sie im auf den Internetseiten der KfW-Förderbank (www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Bauen_Wohnen_Energiesparen/Darlehensprogramme_fuer_Wohnimmobilien/Energieeffizient_Sanieren/index.jsp) und des BAFA (www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/index.html).
Je höher der energetische Standard Ihres Gebäudes nach der energetischen Sanierung ist, desto höher kann die Förderung werden. Grundsätzlich sind die von Ihnen genannten Maßnahmen förderfähig - aber: Ihr Vorhaben, den Gaskessel gegen eine Erdwärmepumpe zu tauschen, erfordert eine Absenkung des Wärmebedarfs inkl. der Heizlast, d.h. eine energetische Verbesserung der Bausubstanz. Der Grund sind die zur Zeit hohen Systemtemperaturen in Ihrer Anlage (Schätzung: 70°C bis 75°C Vorlauftemperatur). Die geplante Wärmepumpe ist jedoch erst unterhalb ca. 50°C Vorlauftemperatur sinnvoll und effizient einzusetzen. Das Verhältnis von eingesetzem Strom zu gewonnener Wärme wird andernfalls zu schlecht. Dieses Verhältnis wird als Jahresarbeitszahl (JAZ) bezeichnet. Ein Kriterium für die Vergabe von Fördermitteln über das BAFA ist jedoch, dass die JAZ nicht 3,7 unterschreitet. Fragen Sie dazu auch Ihren Händler.
Eine Wärmepumpe ist sehr gut mit einer Solaranlage zur Trinkwassererwärmung kombinierbar. Fazit: Das Gebäude muss mit den niedrigeren Temperaturen der Wärmepumpe beheizbar bleiben - wenn wir davon ausgehen, dass Sie Ihre Heizkörper und Verrohrungen weiter nutzen und nicht austauschen möchten. Es wird dann vermutlich unvermeidbar sein, zuerst die Gebäudehülle energetisch zu vebessern (z.B. Fassadendämmung, Dämmung des Daches und der Kellerdecke; Wie sieht es mit Ihren Fenstern aus?) und so Ihren Wärmebedarf senken.
Dann erst sollten Sie den möglichen Einsatz einer Wärmepumpe berechnen. Sie können dies sehr gut im Rahmen einer geförderten Energiesparberatung vor Ort von einem Energieberater durchrechnen lassen (siehe www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatung/index.html).
Macht es Sinn, eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe mit heizungsunterstützender Solaranlage im Neubau zu betreiben?
Sowohl die Luftwärmepumpe als auch die Solarthermieanlage, sind im kalten und dunklen Winter nicht sehr effektiv und ergänzen sich daher nicht.
Beispielsweise bringt eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe mit 9 kW Leistung diese Leistung bei etwa 5°C Außentemperatur. Bei -14°C Außentemperatur, der Auslegungstemperatur für Heizungen in vielen Gegenden Deutschlands, weist das Datenblatt dieser Wärmepumpe noch eine Heizleistung von knapp über 5 kW aus.
Es empfiehlt sich, Neubauten als Passivhäuser (www.passiv.de) zu errichten. Dann können Sie Kompaktanlagen einbauen, in denen die Fortluft des Wärmetauschers der Lüftungsanlage bei niedrigen Außentemperaturen noch in der Luftwärmepumpe genutzt wird und so ihre Heizleistung und Leistungszahl angehoben wird. Der Einbau von Kompaktanlagen in Passivhäuser ist deswegen sinnvoll.
Dafür gibt es zudem auch den besten Förderzinssatz der KfW-Förderbank sowie weitere Förderungen von verschiedenen Bundesländern und Kommunen (ig-passivhaus.de/index.php).
Nach oben
Ich vermiete Werkstatträume (Gewerbeflächen) und beabsichtige den Heizkessel auszutauschen. Gibt es für diese Maßnahme Fördermittel?
Für Investitionen in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) gibt es im Rahmen des ERP-Umwelt- und Energieefizienzprogramms der KfW verschiedene Fördermöglichkeiten für einen Kesseltausches. Welche Förderung für Sie in Frage kommt, hängt von der neuen Technik ab. Eine pauschale Förderung aller neuer Anlagen ist allerdings nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie bei der KfW:
www.kfw-mittelstandsbank.de/DE_Home/Service/Kreditantrag_und_Formulare/Merkblaetter/ERP-Umwelt-_und_Energieeffizienzprogramm_237%2c_247%2c_238%2c_248.jsp
Beabsichtigen Sie, Erneuerbare Energien einzusetzen, so gibt es beim Bundeswirtschaftsministerium verschiedene Fördermöglichkeiten. Hier erfahren Sie mehr:
Handeln Sie nicht als KMU, sondern als Privatmensch, so sind uns keine KfW-Förderprogramme bekannt. Eine Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums bleibt hiervon unberührt. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrem Mieter, dem Gewerbetreibenden, wegen der Erneuerung des Kessels zu verständigen.
Ich baue einen Passivhaus. Welche Heizungsreglungssysteme gibt es beim Heizen über die Be- und Entlüftung?
Die Beheizung des Passivhauses mit der Lüftungsanlage erfordert eine sorgfältige, mit dem gesamten Gebäude abgestimmten Planung. Der Standardfall ist die zentrale Regelung, Außentemperatur geführt und die Zuluft betreffend (evtl. ergänzt mit einer elektrischen Fußbodenheizung im Badezimmer). Sie können jedoch auch statt einer zentralen Regelung eine dezentrale Regelung mit dezentralen Lufterhitzern einbauen, dies ist jedoch von der Architektur des Hauses und den weiteren energetischen Parametern abhängig.
Genannt sei hier nur die wirksame Speichermasse, Zu- und Abluftführungen und generell die Aufteilung der verschiedene Nutzflächen. Sie können im Extremfall auch Einzelraumlufterhitzer verwenden. Dann können Sie auch eine Einzelraumregelung im Passivhaus einsetzen. Ihr Passivhausplaner wird Sie sicherlich gut betreuen, denn auch er/sie weiß, dass beim Passivhaus nur eine integrierte Planung unter Berücksichtigung aller technischen und bautechnischen Belange zum gewünschten Ziel führt.
Nach obenWir möchten einen Altbau sanieren und mit einer Luft-Wärmepumpe ausstatten. Hierzu haben wir einige Fragen.
Wir möchten einen Altbau sanieren und mit einer Luft-Wärmepumpe ausstatten. Der jährliche Energiebedarf liegt laut Energieberatung bei etwa 40-50.000 kWh pro Jahr; die benötigte Heizlast bei 12-17 kW. Kann dies eine Luft/Wärmepumpe leisten?
Die Wärmepumpentechnologie ist effizient, wenn die Einbaubedingungen passend sind. Deswegen sollten Sie unbedingt u. a. anhand der Förderkriterien von KfW und BAFA überprüfen (lassen), ob diese Bedingungen in Ihrem zu sanierenden Altbau eingehalten werden können.
"Kann eine Luft-Wärmepumpe 12-17 kW leisten?"
Kaum dann, wenn Sie diese Leistung brauchen: Im Unterschied etwa zu Heizkesseln sinkt bei Luft-Wärmepumpen die Wärmeleistung und die Leistungszahl erheblich, je größer die Temperaturdifferenz zwischen Außenluft und Heizungswasser wird. Deswegen wird selbst eine große '35 kW'-Luft-Wärmepumpe mit guter Leistungszahl 4,5 z.B. bei Abschluss eines Wärmepumpenstrom-Sondertarifes mit bis zu 6 Stunden Abschaltzeit die gerade an den kältesten Tagen benötigte Leistung von ( "12 - 17 kW" * 1,3 = ) 15,6 - 22,1 kW in Ihrem Haus nicht erbringen können. Sie könnten in großem Maße auf den beiläufig mit verkauften Elektroheizstab angewiesen sein. Wirtschaftlichkeit, also Investitions-, Energie- und Betriebskosten, sowie Ökobilanz sehen dann wenig schön aus. Auch die Förderung durch das BAFA mit der sinnvollen Anforderung einer Mindest-Jahresarbeitszahl (JAZ) 3,3 für Luft-Wärmepumpen wird in diesem Fall kaum erreichbar sein.
In einem sanierten Gebäude kann die Temperatur des Heizungswassers zwar gesenkt werden, doch sind für Wärmepumpen optimale 35 °C kaum ohne Flachheizkörper, Fußbodenheizung machbar. Sollten Sie den Einbau einer Wärmepumpe erwägen, lassen Sie eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durchführen. Verlangen Sie von der ausführenden Firma Bestätigungen über die BAFA-Förderfähigkeit und eine ausreichende Wärmeleistung für die Auslegungstemperatur von wohl - 14 °C Außenlufttemperatur an ihrem Wohnort in Baden-Württemberg.
"Ist es sinnvoll, diese Luft-Wärmepumpe mit einer Solaranlage zu kombinieren?"
Bei einer so großen Leistung ist die Wärmepumpenanlage recht teuer. Dazu wäre eher eine Solarthermie-Anlage zur Warmwasserbereitung als Ergänzung denkbar. Gut kombiniert wird sie in Passivhäusern zusammen mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Kompaktanlagen). Nach meiner Kenntnis wird das für ihre Leistungsanforderung nicht angeboten.
"Da wir keinen Erdgaszugang haben, das Platzangebot für eine Holz-Pelletsheizung begrenzt ist und wir keine Ölheizung möchten, sehen wir nur die Luft-Wärmepumpe als Heizsystem. Gibt es noch andere Alternativen?"
Als Alternative unter den von Ihnen genannten Einschränkungen wäre "Flüssiggas" zu nennen mit einem 18 kW Gas-Brennwertkessel und einem Flüssiggas-Tank etwa im Garten, ober- oder unterirdisch. Oder besser diese Anlage kombiniert mit solarthermischer Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Oder eine Luft-Wärmepumpe bivalent alternativ (Bivalenztemperatur z.B. 2 °C) mit der genannten Flüssiggastechnik als Spitzenlastkessel. Dann würde eine Wärmepumpe mit geringerer Leistung (-saufnahme) reichen und eine JAZ besser 3,3 wäre leicht zu erreichen. Auch eine Erd-Wärmepumpe ist unter den im zweiten Absatz genannten Bedingungen eine Option.
Vielleicht hat Ihr Energieberater diese Varianten schon hinsichtlich Kosten, Wirtschaftlichkeit bei steigenden Energiepreisen und Förderfähigkeit durch die KfW, Programm Energieeffizient Sanieren 'Effizienzhaus 100' bzw. 'Effizienzhaus 70', und das BAFA, Förderung Erneuerbare Energien, untersucht, sofern es ein BAFA-geförderter unabhängiger Bericht war.
Auf die Einhaltung der Förderkriterien von BAFA und KfW sollten Sie die ausführenden Firmen im Interesse der Wirtschaftlichkeit und des Klimaschutzes festlegen.
Weiterführende Informationen finden Sie in den Internetauftritten von KfW und BAFA, von Wärmepumpenherstellern und beim Bundesverband Wärmepumpe.
Ich möchte mir eine Immobilie zulegen, die eine Elektro-Fussbodenheizung hat. Würde sich hier ein Solar-Umbau für die Stromversorgung lohnen oder sollte eine komplett neue Heizung verbaut werden?
Der Betrieb einer Elektroheizung mit Strom aus Photovoltaik ist zu teuer. Der eigene Sonnenstrom kann den Heizbedarf nicht (ständig) decken. Der angedachte Solarstromumbau ist deswegen schon technisch nicht machbar.
Vor dem Einbau einer Heizanlage sollte überprüft werden, ob der Wärmebedarf der Immobilie durch Wärmedämmung und Fenster- (glas-) austausch gesenkt werden kann. Dann sind Anlagen- und Energiekosten geringer.
Sie sollten beim Einbau einer modernen Heizanlage den Einsatz Erneuerbarer Energien in Erwägung ziehen. Achten Sie dabei auch auf Effizienz. Die Einhaltung der Förderkriterien des BAFA sollte eine zugesicherte Leistung der Heizungsbaufirma sein (Übersicht siehe hier).
Ich betreibe seit 3 Jahren eine Grundwasserwärmepumpe. Ein Nachbar, ca. 100 m entfernt, plant eine ähnliche Anlage. Die Stömungsrichtung seines geplanten Schluckbrunnens verläuft in Richtung meines Saugbrunnens. Kann meine Anlage beeinträchtigt werde
Das ist wohl eher eine juristische Frage. Technisch kann grundsätzlich mit einer Beeinträchtigung in Ihrem Saugbrunnen gerechnet werden, in wie weit sich diese auf die Temperatur des Grundwassers an ihrem Saugbrunnen auswirkt , ist von der Ferne nicht zu sagen (Aspekte sind z.B. Temperatur des Grundwassers, Fließgeschwindigkeit, Mächtigkeit der Grundwasserschicht). Auskunft sollte die für die Bohrgenehmigung zuständige Behörde geben können.
Mir liegt ein Angebot über eine Wasser/Solar-Wärmepumpe mit Bohrung vor. Aufgrund eines großes Schadens (Erdabsackung) möchte ich mehr Infos über die neue Firma im Voraus (Zertifizierung; meinem Boden angepasstes Bohrverfahren). Wo finde ich Rat?
Aktuell sind geeignete Firmen an der Zertifizierung nach dem DVGW-Arbeitsblatt W 120 und den in der Zertifizierung angegebenen Bohrverfahren zu erkennen, so die Zertifizierungsstelle "Zertifizierung Bau e.V.". Details hiezu führt sie in ihrem Webauftritt auf.
Aussagen zum richtigen Bohrverfahren bei Ihrem Boden können Sie durch Angebotseinholung bei mehreren Fachfirmen und gegebenenfalls Nachfragen zu diesen Angeboten erhalten.
Zur Zeit heizen wir mit einer Zentralheizung mit Erdgas unser gesamtes Weingut (Wohnhaus 300 m2, Weinprobierstube 150 m2). Auch der Weinkeller wird elektrisch beheizt und gekühlt. Ich möchte auf Wärmepumpen umstellen und alle Anlagen kombinieren.
Ihre Idee mit einer integrierten Wärmeerzeugungs- bzw. Kühlanlage kann ich nur voll und ganz unterstützen. Allerdings wird eine Wärmepumpe allein die Sache nicht in den Griff bekommen. Eine Wärmepumpe zum Heizen macht nur Sinn, wenn die benötigten Vorlauftemperaturen kleiner/gleich 50°C betragen. Ich vermute, dass ihr Haus nicht besonders gedämmt ist und Ihre vorhandene Heizanlage bestimmt mit 70°C Vorlauf gefahren wird (wenn dem nicht so ist, kann das Beheizen sehr gut mit einer Wärmepumpe geschehen).
Bedenken Sie auch, dass mit solarer Wärme gekühlt werden kann und zum Beheizen eine Vielzahl von biogenen Brennstoffen wie z.B. Holzpellets, Holzhackschnitzel, Scheitholz oder Biogas genutzt werden kann.
Die von Ihnen geplante integrierte Anlage muss unbedingt von einem Fachmann durchgerechnet und geplant werden, es wird wohl auf einen bivalenten, wenn nicht trivalenten Betrieb hinauslaufen (zwei oder mehrere Wärme-/Kälteerzeuger). Wenn dies gut geplant ist, werden sich Ihre Energiekosten stark absenken lassen.
Für die Projektierung und Ausführung gibt es von der Energieefizienzberatung für KMUs bis zur gewerblichen Umweltschutzfinanzierung eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten, z.B. bei der KfW: siehe "Energieeffizienzberatung", "Umweltschutzfinanzierung".
Mit welchen Kosten ist zu rechnen beim Umbau einer Ölheizung in eine Holz-Pelletheizung? Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Die Frage der Mehrkosten für die Anlage ist abhängig von:
- Größe der Anlage (KW),
- Möglichkeit der einfachen Aufstellung eines Pelletlagers oder -silos,
- den grundsätzlichen Gegebenheiten vor Ort.
Beispielanlage 40 KW:
- Pelletkessel,
- Speicher, der Raum des Öltanks wurde komplett als Speicher genutzt,
- Befüllsystem,
- Förderereinrichtung zum Kessel (Schneckenförderung, 4 m Förderweg),
- Abgassystem.
Das oben beschriebene System verursachte Kosten in Höhe von 24.000,- € inkl. MwSt. Noch zu beachten sind evtl. anfallende Entsorgungskosten für Altkessel und Öltank. Aussagekräftiger sind selbstverständlich verbindliche Angebote von erfahrenen Heizungsbauern die sich Ihre persönlichen Umstände vor Ort angeschaut haben.
Fördermöglichkeiten:
Beim BAFA (Bundeswirtschaftsministerium) gibt es 36,- €/KW Förderung für Kessel von 5 - 100 KW. Zusätzlich gelten Besonderheiten welche Sie auf der Webseite des BAFA erfahren können.
Wenn Sie grundsätzliche energetische Sanierungen im Rahmen des KfW-Programms "Energieeffizient Sanieren" planen werden Pelletkessel selbstverständlich mit gefördert.
Ich plane ein Neubau mit 150m2 und beabsichtige eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit einem WRG von 96%. Um wieviel kW geringer kann ich den Heizkessel auslegen? Wie ist der Effekt auf die Primärenergie - ich will ein Energieeffizienzhaus 55 bauen?
Bei einer Be- und Entlüftungsanlage mit WRG in einem gut gedämmten Haus verbleiben ca. 15 - 25 % der über das Jahr benötigten Wärmemenge zur Erwärmung im Haus. Der Effekt auf den Primärenergieverbrauch liegt in einer ähnlichen Größenordnung. Es gilt: je niedriger der Gesamtwärmebedarf des Gebäudes umso höher der Anteil der Wärmerückgewinnung bei der Lüftungsanlage. Dieses Verhältnis lässt sich soweit verbessern, dass bei extrem gedämmten Häusern die gesamte benötigte Wärmemenge über das Lüftungssystem dem Haus zur Verfügung gestellt werden kann. Eine Heizanlage wird hierbei überflüssig, da im Heizfall nur noch die einströmende Luft erwärmt werden braucht, was mit einem in die Lüftungsanlage eingebauten Lufterhitzer geschehen kann. Es ist das Prinzip des Passivhauses.
Die Leistung eines Kessel kann in Ihrem Fall entsprechend niedriger gewählt werden, diese sollte allerdings per Heizlastberechnung (DIN EN 12831) ermittelt werden.
Grundsätzlich:
Die energetische Qualität eines Energieeffizienzhauses55 (45% effizienter als der Neubaustandard, es hat einen 45% niedrigeren Wärmebedarf) liegt nahe am Passivhaus. Der Wärmebedarf zum Nachweis einer Eff55-Qualität wird "herkömmlich" nach EnEV (DIN 4701 und 4108) berechnet. Durch die niedrigen Energiemengen stößt diese Rechenvorschrift allerdings an seine Grenzen.
Tipp:
Lassen Sie Ihr Haus nach dem PHPP 2007 (Passivhaus Projektierungs Paket 2007) des Passiv Haus Instituts von Dr. Wolfgang Feist berechnen (auch von der KfW anerkannte Berechnungsgrundlage) und führen Sie Ihren Neubau nach dem Passivhausstandard aus. Durch den Wegfall der Heizungsanlage halten sich die Mehrkosten in Bezug auf das Eff55-Haus sehr in Grenzen. Eine integrierte Planung (Architektur der Gebäudehülle, Anlagentechnik, Bauelemente) ist allerdings zwingend notwendig.
Wo finde ich eine wirklich neutrale, kompetente Stelle, die mir für mein konkretes Haus die best geeignetste erneuerbare Energiequelle herausfindet?
Suchen Sie sich in der Liste des Bundesinstituts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einen Energieberater aus Ihrer Umgebung aus:
Holen Sie etwa 3 Angebote dieser Berater ein. Achten Sie darauf, dass ein BAFA-geförderter Bericht erstellt wird. Dann werden auch die Richtlinien des BAFA eingehalten, die unter anderen Qualitätsanforderungen eine anbieterunabhängige Beratung vorschreiben. Sie erhalten den Bericht zudem durch die staatliche Förderung der Beratung günstiger.
Dies stellt natürlich keine absolute Gewähr für die Einhaltung Ihrer Kriterien dar, doch sollte es die beste Näherung daran ermöglichen.
Ich beabsichtige die Anschaffung eines Einfamilienhauses Baujahr 1965 und möchte die 14 Jahre alte Ölheizung gegen eine moderne Heizung auszutauschen. Mein Installateur hat mir zu einem Gas-Brennwertkessel geraten. Ist eine Wärmepumpe eine Alternative?
Wenn das Haus nicht umfassend energetisch verbessert wurde, ist eine Wärmepumpe nicht geeignet. Wärmepumpen benötigen für einen wirtschaftlichen Betrieb eine möglichst niedrige Temperatur des Heizungsvorlaufes, maximal etwa 45 °C. Im Bauzustand braucht ein Haus Baujahr 1965 viel Heizenergie. Die Heizungsvorlauftemperatur kann in kalten Wintern kaum unter 70 °C betrieben werden. Alternativ könnten Sie eine automatische Holzpelletheizanlage in Erwägung ziehen.
Im nächsten Jahrzehnt sind erneut stark steigende Energiepreise ein wahrscheinliches Szenario (siehe „Worldenergyoutlook"). Deswegen sollten Sie erwägen, das Gebäude umfassend zu dämmen. Dann sind mit dem bestehenden Heizkreis/den bestehenden Heizkörpern in der Regel niedrige Heizkreistemperaturen realisierbar und alle modernen Heizanlagen sinnvoll einsetzbar. Auch eine Gasbrennwerttherme wird dann effizienter arbeiten können.
Nach obenAb 2010 müssen bei Kesseltausch 10 % Erneuerbare Energien eingesetzt werden. Wie ist der Wortlaut des Gesetzes? Wie werden bereits getätigte Investitionen in Wand- und Dachisolierung angerechnet?
zu 1.) Gemäß §5(1)2. EWärmeG Baden-Württemberg kann die von Ihnen für Baden-Württemberg richtig wiedergegebene Verpflichtung ersatzweise durch Dämmmaßnahmen erfüllt werden. Ein nach §7 EWärmeG Baden-Württemberg zugelassener Sachverständiger, eventuell der ausführende Handwerker, kann die entsprechende Bestätigung ausstellen. Für 2.a) und 2.b) können Sie zur eigenen Bewertung vorab noch die Verknüpfung zur EneV 2007 heranziehen.
zu 2.) Den Wortlaut des Landesgesetzes finden sie unter: Gesetz zur Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie in Baden-Württemberg (Erneuerbare-Wärme-Gesetz - EWärmeG) vom 20. November 2007
Grundsätzlich könnten Sie erwägen, über die bereits getroffenen Dämmmaßnahmen hinaus Erneuerbare Energien zur Verringerung Ihres CO2-Ausstoßes einzusetzen. Aktuelle Forschungen zum CO2-Ausstoß und seinen Auswirkungen auf die globale Erwärmung finden Sie in Englisch bei „Nature“. Zur Verfügbarkeit endlicher Energieträger finden Sie wissenschaftliche Untersuchungen unter „Energywatchgroup“. Informationen über die Vorteile der Nutzung Erneuerbarer Energien erhalten Sie auf den Internetseiten der Agentur für Erneuerbare Energien.
Nach oben
Meine Dachflächen zeigen nach Osten und nach Westen. Welche Fläche eignet sich am besten für eine Solarthermieanlage mit Heizungsunterstüzung kombiniert mit einer Pelletsheizung?
Bei Ausrichtung Ihres Daches in West- und Ost-Dachflächen kann die Aufteilung des Kollektorfeldes zur Hälfte nach Osten und zur Hälfte nach Westen erfolgen, um morgens und abends ausreichend warmes Wasser zur Verfügung zu haben. Die Steuerung ist unkompliziert mit einem Zweikreisregler und einem Dreiwegeventil im Solarkreislauf möglich, um das jeweils aktive Kollektorfeld mit dem Solarspeicher zu koppeln. Selbst Satteldächer mit Ost-West-Ausrichtung (90 ° Abweichung vom Süden) bringen noch 70-85 % des Ertrages.
Sie können die Anlage aber auch nur nach Osten oder Westen ausrichten. Den Westen würde ich in diesem Fall empfehlen, dann ist für das morgentliche Duschen Warmwasser von der Sonne erwärmt verfügbar.
Bitte beachten Sie, dass Sie eine größere Kollektorfläche benötigen als bei einer Optimalausrichtung nach Süden, um die etwas geringere Einstrahlung auszugleichen.
Es gibt preiswerte und wirksame Massnahmen zur Primärenergieeinsparung gerade bei Altanlagen, die gut 10 % Ersparnis bringen! Warum wird darauf nicht stärker hingewiesen, sondern auf teurere Sekundärmassnahmen wie z.B. Dämmung?
Grundsätzlich gilt: umso weniger fossile Energieträger "verbrannt" werden, desto geringer ist der Primärenergiebedarf. Der durchschnittliche Bedarf beim deutschen Gebäudebestand liegt bei 220 kWh/m2. Eine Effizienzerhöhung der Heizanlage bringt bei den genannten 10 % = 22 kWh/m2, das durchschnittliche Gebäude hätte also immer noch einen Bedarf von ca. 200 kWh/m2. Neubauten bzw. Passivhäuser können mit ca. 10 % dieser Energiemenge beheizt werden.
Der Wärmebedarf eines Gebäudes sollte deutlich gesenkt werden, da auch für die absehbare Zukunft wie für die letzten zehn Jahre hohe Energiepreissteigerungen zu erwarten sind. Informieren Sie sich zum Beispiel unter www.energywatchgroup.de oder unter www.iea.org, wo etwa erheblich sinkende Förderraten bei den 800 größten Ölquellen nachgewiesen werden.
Nicht mit Altanlagen auf Basis endlicher Energieträger, sondern mit modernen Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien sichert sich der Eigentümer gegen kommende Versorgungskrisen und Preissprünge bei Öl und Gas ab und schützt damit die Wirtschaftlichkeit der Gesamtinvestition Gebäude und Gebäudetechnik.
Beim Einsatz erneuerbarer Energien etwa in der Wärmeerzeugung entstehen darüber hinaus Vorteile für Umwelt und Volkswirtschaft, von denen die Gebäudeeigentümer wiederum vielfältig profitieren.
Die Eigentümer sollten sich durch Energieberater bezogen auf ihr Gebäude umfassend beraten lassen. Energieberater finden Sie in der Liste des BAFA, das für unabhängige Beratungen eine Förderung zur Verfügung stellt. Unter www.kfw.de finden Sie auch weitere Programme mit erheblichen Fördersummen, die Ihre energetische Modernisierung noch wirtschaftlicher machen.
Ich möchte mir in Flensburg ein Haus kaufen. Dieses Haus ist an die Fernwärme angeschlossen. Gibt es eine bessere/günstigere Alternative?
Die Fernwärmenutzung ist grundsätzlich zu begrüßen, da der eingesetzte Energieträger für die Strom- und Wärmeerzeugung effizient genutzt wird. Ein weiterer Vorteil liegt auch in der bequemen Art der Beheizung, man muss sich um nichts kümmern, die Wärme kommt ins Haus. Produziert man die Wärme im Haus selbst, muss eine Anlage gekauft und während des Betriebes gewartet werden.
Eine bessere/günstigere Alternative - im Betrieb - ist der Einsatz von kostenloser Energie = Solarwärme. Mit Solaranlagen kann man aber nicht den gesamten Wärmebedarf abdecken, ca. 60 - 65 % beim Warmwasser und je nach energetischer Qualität des Hauses über 10 % der Heizenergie, der Rest müsste mit z.B. Fernwärme bereitgestellt werden. Alle weiteren Heizmöglichkeiten (Holzpelletkessel, Wärmepumpe etc.) sind in Abhängigkeit der Gebäudestruktur und der Gegebenheiten und Möglichkeiten vor Ort zu bewerten.
Es sollte daher unbedingt dem Bedarf des Gebäudes Beachtung geschenkt werden, die mögliche Einsparung und Absenkung der Heizmitteltemperaturen (Wassertemperatur in der Heizanlage) ist erstmal die beste/günstigste Variante Energie und damit Geld zu sparen (u.a. Dämmen und Verluste minimieren).
Nur eine vergleichende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unter Berücksichtigung der tatsächlichen Finanzierungs- und Betriebskosten inkl. der Energiepreissteigerungen schafft bei den Kosten Klarheit.
Ich rate zu einer Begehung mit einem Energieberater, evtl. gleich zu einer durch das Bundeswirtschaftsministerium geförderten Energiesparberatung vor Ort. Hierbei werden energetische Schwachstellen am Gebäude und mögliche Heizalternativen aufgezeigt.
Wie lange hält eine Heizungsanlage?
Als Faustregel gilt: Die Lebenserwartung einer Heizanlage beträgt 15 Jahre. Danach kommen die Reparaturen insgesamt teurer als die Anschaffung eines Neugeräts. Sie sollten sich dann für einen "Wärmewechsel" entscheiden und in eine neue Heizung auf Basis Erneuerbarer Energieträger investieren.
Nach obenWas muss ich beim Neubau beachten, wenn ich Erneuerbare Energien zum Heizen einsetzen möchte?
Um Erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung zu nutzen, sollte Ihr Haus einige bauliche Voraussetzungen erfüllen.
Ein freier Kellerraum eignet sich für die Lagerung von Pellets. Für die Pelletslagerung hängt die Größe des benötigten Lagerraums von dem Wärmebedarf des Hauses, der Gebäudeheizlast, ab: 1 Kilowatt (kW) Heizlast = 0,9 m³ Lagerraum. Die unterirdische Lagerung mittels Erdlagern außerhalb des Gebäudes bietet sich an, wenn kein Lagerraum innerhalb des Gebäudes zur Verfügung steht, oder dieser anderweitig genutzt werden soll.
Weitere Informationen zur Pelletsnutzung erhalten Sie bei unseren FAQ's zur Holzheizung beim Deutschen Energie-Pellet-Verband (DEPV) e.V.
Ein Garten bietet die Nutzung von Erdwärme. Erdwärmekollektoren liegen horizontal - ähnlich einer Fußbodenheizung – mindestens 20 cm unterhalb der örtlichen Frostgrenze, also in 100 bis 150 cm Tiefe im Erdreich. Die benötigte freie Gartenfläche muss bei Erdwärmekollektoren 1,5 bis 2,5 mal so groß sein wie zu beheizende Wohnfläche (abhängig vom Wärmebedarf des Hauses). Für kleine Grundstücke empfiehlt sich dagegen die Erdsonde, bei der ein Rohrsystem über Tiefenbohrungen vertikal in den Erdboden eingebracht wird.
Bitte beachten Sie, dass Wärmepumpen nur mit Vorlauftemperaturen bis ca. 45 °C optimal arbeiten, d. h. sie benötigen größere Wärmeverteilflächen als bei konventionellen Heizsystemen auf der Basis von Öl oder Gas. Flächenheizungen (z.B. Fußbodenheizungen) sind ideal.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der unseren FAQ's zur Wärmepumpe, bei der Geothermischen Vereinigung – Bundesverband Geothermie e.V. (GtV-BV) und beim Bundesverband WärmePumpe (BWP) e. V.
Eine nach Süden, Osten oder Westen ausgerichtete Dachfläche ist am besten für die Errichtung einer Solarwärmeanlage zur Heizungsunterstützung geeignet. Auch nicht optimal nach Süden ausgerichtete Solarwärmeanlagen bringen eine nicht unerhebliche Leistung, benötigen aber in der Regel eine höhere Kollektorfläche.
Der optimale Winkel für Solarwärmeanlagen beträgt 45°. Für die Heizungsunterstützung ist auch ein größerer Winkel empfehlenswert, da dann die tief stehende Sonne in der kalten Jahreszeit besser genutzt werden kann.
Natürlich ist immer auch eine Aufstellung außerhalb des Hauses, z.B. auf einer Garage oder im Garten möglich.
Von Mai bis September ist die vollständige Deckung des Warmwasserbedarfs durch eine Solarwärmeanlage bei einer Kollektor-Fläche von 1 bis 1,5 m² pro Person möglich. Solarwärmeanlagen zur Heizungsunterstützung benötigen etwa die doppelte Kollektor-Fläche, die zur Trinkwassererwärmung benötigt wird.
Problematisch für Solarwärmeanlagen sind standortbedingte Verschattungen, insbesondere durch Schornsteine, benachbarte Gebäude oder Bäume. Auch Teilverschattungen mindern den Ertrag, sind aber kein Argument gegen die Errichtung einer Solarwärmeanlage.
Grundsätzlich eignet sich Ihr Dach auch für den Einbau einer Photovoltaikanlage zur solaren Stromgewinnung. Dies sollten Sie bei der Planung beachten.
Weitere Informationen erhalten Sie bei unseren FAQ's zur Solaranlage beim Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) unter www.solarfoerderung.de und www.solarwaerme-jetzt.de.
Bei einem Neubau schaffen Sie zudem durch die richtige Verrohrung, eine Fußbodenheizung und den Einbau eines geeigneten Warmwasser-Speichers die optimalen Grundlagen für eine Heizung auf der Basis Erneuerbarer Energien. Sie sparen damit etwa 20% der Kosten gegenüber einem nachträglichen Einbau.
Um einen ersten Anhaltspunkt für eine regenerative Wärmeerzeugung in Ihrem Haus zu bekommen, nutzen Sie unseren „Hauskonfigurator“, der Ihnen die baulichen Voraussetzungen für die Nutzung von Solarenergie, Bioenergie und Umgebungswärme nennt. Bitte nutzen Sie auch die Kostenrechner von co2online und kontaktieren Sie einen Fachberater vor Ort, um das umweltfreundlichste und kostengünstigste Heizungssystem für Ihr Haus zu finden.
Nach obenWo erhalte ich Beratung zur Nutzung Erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung in meinem Haus?
Auf der Internetseite des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) können Sie einen Energieberater in Ihrer Nähe ermitteln.
Auch die Kostenrechner von co2online listen Ihnen unter "Rat und Tat" Fachpersonal in Ihrer Nähe auf.
Das zentrale Handwerker-Verzeichnis der Solarbranche finden Sie hier.
Die Energieberatung der Verbraucherzentralen berät kompetent und unabhängig zu Energieeinsparung und zum Einsatz Erneuerbarer Energien bei privaten Wohngebäuden. Auf dem Portal finden Sie alle Energieberatungsstellen der Verbraucherzentralen in Deutschland.
Telefonisch können Sie Ihre Fragen zu Erneuerbaren Energien rund um die Uhr auch an die kostenlose Energie-Hotline der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) richten. Unter 08000 736 734 erhalten Sie Infos zur Nutzung Erneuerbarer Energien.
Nach obenWelche Förderung erhalten Erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung?
Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz verpflichtet Bauherren ab 2009, den Wärmebedarf eines Neubaus anteilig mit Solarenergie, Biomasse oder Erdwärme zu decken. Ersatzmaßnahmen wie eine verbesserte Dämmung des Hauses, der Anschluss an ein Fernwärmenetz oder Kraft-Wärme-Kopplung sind möglich.
Daneben wird das Heizen mit Erneuerbaren Energien im Neu- oder Altbau durch das Marktanreizprogramm gefördert. Eine sogenannte „Klimaprämie“ erhält, wer eine Solarthermieanlage, einen automatisch beschickten Holzpellet- oder Scheitholzofen oder eine Erdwärmesonde einbaut. Je nach Größe und Beschaffenheit der Anlage variiert dieser Investitionskostenzuschuss. Zinsgünstige Darlehen vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Weitere Informationen zum Wärmegesetz und zum Marktanreizprogramm erhalten Sie auf der Seite des BAFA oder auf dem Portal des Bundesumweltministeriums Deutschland baut auf Erneuerbare Energien.
Eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle finden Sie hier. BAFA-geförderte Anlagen entsprechen dem Stand der Technik. Sie sollten deswegen danach fragen, ob Ihre Anlage nach BAFA-Kriterien förderfähig ist. Anlagen in besser gedämmten Gebäuden erhalten eine höhere Förderung.
Ihre Fragen für die Beantragung eines zinsgünstigen Darlehens der KfW-Förderbank richten Sie bitte direkt an die KfW-Förderbank oder an ein Kreditinstitut Ihrer Wahl. Eine Übersicht über die Zuschüsse finden Sie unter KfW- Energiesparen und KfW- Darlehensprogramme.
Nutzen Sie die zudem Förderinformationen des BINE Informationsdienstes des Fachinformationszentrum Karlsruhe GmbH. Das Internetportal zur Energieförderung hält die aktuellen Bundes-, Landes- und Kommunalprogramme für ihr privates Eigenheim bereit. Finden Sie die auf Ihr Haus und Ihre Ziele passenden Förderprogramme. Nutzen Sie öffentliche Fördermittel als Zuschuss oder attraktive Kreditfinanzierung. Hier finden Sie auch Tipps zur erfolgreichen Antragstellung.
Nach obenWarum kann ich die alte konventionelle Heizanlage nicht einfach gegen eine Wärmepumpe ersetzen?
Eine Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je niedriger die Temperatur des Heizkreislaufs ist. Soll also ein alter Heizölkessel durch eine Wärmepumpe ausgetauscht werden, ist eine Fußbodenheizung sinnvoll. Während konventionelle Heizkörper Temperaturen von 50-70°C benötigen, reichen bei Fußbodenheizungen bereits 30-35°C. Man spricht deshalb auch von Niedertemperatursystemen. Außerdem ist eine Dämmung des Gebäudes notwendig. Hier sollten Sie unbedingt einen Experten vor Ort hinzuziehen, der über entsprechende Erfahrungen verfügt.
Weitere Informtionen finden Sie auch bei unseren FAQ's zur Wärmepumpe.
Nach oben